Moderne Heizungspumpen helfen Geld zu sparen

In Zeiten immer weiter steigender Energiepreise möchte ich heute einige Hinweise mit diesem Beitrag zu der Thematik „Umwälzpumpen“ in Heizungsanlagen geben. In der BRD wurde bis in die 1960er Jahr, in der DDR sogar bis in die 1980er Jahre auf Umwälzpumpen in Heizungsanlagen verzichtet. Man arbeitete damals noch mit sogenannten „Schwerlastheizungen“. Diese verteilten das Wärmeträgermedium, meist Wasser, allein durch die Schwerkraft. Dadurch bedingt musste der Temperaturunterschied zwischem Heizungsvorlauf und dem Rücklauf sehr hoch sein, was bedeutet hat, dass der Heizungskessel Tag und Nacht auf hohem Niveau heizen musste. Das wäre heutzutage nicht mehr rentabel. Die eingesparte Stromenergie für die nicht vorhandene Umwälzpumpe steht in keinem Verhältnis zu den wesentlich höheren Energiekosten für den Brennstoff.

Stromsparende und effiziente Umwälzpumpe von www.grundfos.de (Quelle)

Stromsparende und effiziente Umwälzpumpe von www.grundfos.de (Quelle)

Erneuerung von technisch veralteten Heizungs-Umwälzpumpen gegen moderne und effiziente Pumpen in jedem Fall sinnvoll

Nach der Wiedervereinigung und der in diesem Zusammenhang durchgeführten Sanierungen von vielen Eigenheimen wurden also in den 1990er Jahren Umwälzpumpen in die privaten Heizsysteme eingebaut. In einem Einfamilienhaus wird in der Regel nur eine Pumpe benötigt. Die Umwälzpumpe ist eine Kreiselpumpe, die das Wärmeträgermedium zu den Heizkörpern pumpt. Durch das physikalisch geschlossene  System pumpt die Umwälzpumpe demzufolge im Umkehrschluss das durch die Wärmeübertragung erkaltete Wasser durch den Rücklauf wieder zurück zum Heizkessel. Dort wird das kältere Wasser im Rücklauf wieder erwärmt und dann wieder zu den Heizkörpern oder Heizflächen (Fußbodenheizung) gepumpt. Die damals verwendeten Umwälzpumpen waren nicht selbstregelnd. Sie arbeiteten also mit einer festgelegten Leistung (meist zwischen 80 und 160W) durchgängig 24h am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr…

Funktionsweise einer Schwerkraftheizung

Funktionsweise einer Schwerkraftheizung

Alte Pumpen fressen Strom

Wenn wir von einer Pumpenleistung von 100w ausgehen, verbraucht diese ungeregelte alte Umwälzpumpe in 12 Monaten also ca. 1500 kwh. Bei aktuellen Strompreisen also in etwa 180 € pro Jahr, wohlgemerkt nur für die Pumpenleistung. Die alten Umwälzpumpen laufen in 95% aller Fälle auch in den Sommermonaten. Denn welcher Eigenheimbesitzer käme auf die Idee, um Sommer seine Heizungsumwälzpumpe händisch auszuschalten?! Technisch veraltete Umwälzpumpen zählen zu den größten Stromverbrauchern in Privathaushalten.

Seit einigen Jahren gibt es Pumpen, die sich selbstregeln können. Diese Pumpen messen am Vorlauf und am Rücklauf den Leitungsdruck und passen anhand des errechneten Differenzdruck die Pumpenleistung entsprechend an. Diese hochmodernen Umwälzpumpen verbrauchen meist nicht mehr als 5-15 W Strom. Gehen wir also von 15W aus, kostet der Pumpenstrom im Jahr weniger als 30 €. Dabei ist noch nicht einmal berücksichtigt, dass die Pumpen auf Grund der automatischen Steuerung im Sommer ausgeschaltet bleiben. Die Stromkosten dürften also noch deutlich unter der 30 € Marke bleiben.

Es gibt keinen sinnvollen Grund für den Verzicht auf den Wechsel

Fazit: Eine technisch veraltete Heizungsumwälzpumpe produziert im Jahr im Durchschnitt 150 € mehr Stromkosten als eine moderne Effizienzpumpe. Die Investitionskosten inkl. Einbau für eine moderne Umwälzpumpe betragen in einem Einfamilienhaus ca. 400 €. Die Amortisationszeit ist also kürzer als 3 Jahre. Für den Immobilienbereich eine „gefühlte Stunde“, rechnen sich beispielsweise Fassadensanierungen oder neue Fenster meist frühestens(!) nach 15 Jahren. Es gibt keinen Grund, eine technisch veraltete Umwälzpumpe weiterhin arbeiten zu lassen und damit Geld aus dem Fenster zu werfen. Klare Empfehlung von mir als staatlich zugelassener Energieberater also: Sofort handeln! Der Winter steht vor der Tür.

Ein Kommentar zu Moderne Heizungspumpen helfen Geld zu sparen

  1. Timmy sagt:

    Hallo, der Artikel ist sehr gut, kurz und knapp geschrieben.
    Es ist alles gesagt, aber leider gibt es noch zu wenige, die
    ihre alte Heizungspumpe gegen eine Hocheffizienzpumpe
    tauschen. Weiter so.

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