Digitale Heizkörperthermostate helfen Geld zu sparen

Wer normale Heizkörper in seinem Haus oder seiner Wohnung im Einsatz hat, kennt die Problematik der manuellen Justierung. Soll ich die Heizung den ganzen Tag auf „3“ stehen lassen, damit ich abends, wenn ich nach Hause komme nicht friere? Welche Einstellung nutze ich für welchen Raum? Welche Temperaturen sind für welchen Raum empfohlen? Fakt ist: Wer den Wohnkomfort erhöhen möchte, ohne mehr Energie und damit Geld auszugeben, der steigt auf Energiespar-Regler um. Diese können für jeden Wochentag separat programmiert werden.

Was ist ein Thermostat und wie funktioniert es?

Ohne ein Thermostat könnte man einen Heizkörper garnicht steuern, oder wenn überhaupt nur mit „An“ und „Aus“. Das wäre sehr unpraktisch, da man sich dann stark auf das Ein- und Ausschalten der Heizung konzentrieren müsste, damit es nicht zu kalt und nicht zu warm wird. Deshalb existieren seit den 1960er Jahren Thermostatventile. Diese werden auf die Heizungsventile verschraubt und regulieren selbstständig den Heizkörper nach einer vorher festgelegten Einstellung. In den Thermostaten befindet sich in der Regel eine temperaturempfindliche Flüssigkeit. Diese Flüssigkeit dehnt sich also je nach Temperatur aus oder zieht sich zusammen. Durch diese Reaktion auf die Raumtemperatur drückt die Flüssigkeit mehr oder weniger stark auf den angebrachten Stift im Heizungsventil, der entweder stark (kalter Raum) oder weniger stark (warmer Raum) in das Ventil gedrückt wird, und dadurch den Durchfluss am Heizkörper herstellt. Natürlich wurden die Heizungstemperaturregler im Laufe der Jahre besser und damit effizienter. Ein Problem bleibt aber bis heute bei den herkömmlichen Temperaturreglern: Sie regeln sich nicht alleine, sondern nur nach vorher festgelegten Einstellungen. Darüber hinaus kann man bei den herkömmlichen Thermostaten zwar eine Einstellung im Sinne von Frostschutz bis zu Stufe 5 vornehmen. Wissen Sie, welche Temperatur bei Stufe 2 erreicht wird? Oder welche Raumtemperatur bei Stufe 4 erreicht wird?

Warum kann ein digitaler Temperaturregler helfen?

Bei einem digitalen und elektronischen Heizkörperthermostat kann der Bewohner zu jedem Wochentag und zu jeder Uhrzeit eine gewünschte Raumtemperatur eingeben. Das bedeutet insbesondere dann ein besonders großes energetisches Einsparpotenzial, wenn die Bewohner einer Wohneinheit über längere Zeit nicht zuhause sind. So kann ein beruftstätiges Paar ab 7 Uhr morgens die Heizung auf Sparbetrieb runterregeln. Die empfohlene Raumtemperatur beträgt ca. 16-17°C in Wohnräumen, 18°C im Bad und 14°C in Schlafzimmern und Fluren. Ab 16 Uhr, also ca. eine Stunde bevor die Wohnung oder das Haus wieder „betreten“ wird , kann man das Thermostat zu einstellen, dass es dann auf Wohlfühltemperatur anheizt. Das sind idealerweise in Wohnräumen 20-21 °C, im Bad 21-22°C und in Fluren und Schlafzimmer ca. 16-17° C. Wichtig dabei ist, dass Türen zwischen den einzelnen Klimazonen geschlossen werden, sonst werden die Räume gleichmäßig warm, und der Energieeinspareffekt verschwindet. Mittlerweile verfügt die neue Generation über eine sogenannte „Fenster-offen“-Funktion. Diese erkennt bei schnellem Temperaturabfall, z.Bsp. durch eine Fensteröffnung, dass das Heizen in dem Moment nich sinnvoll ist und Geld verschwendet, und schaltet die Energiezufuhr aus dem Heizkreis automatisch ab.

Vorteile auf einem Blick

Mit herkömmlichen Thermostaten konnte man entweder Energie und Geld sparen und tendenziell frieren oder ein warmes Eigenheim bewohnen und Energie und Geld zum Fenster hinaus werfen. Mit den digitalen Heizkörperthermostaten kann man nun beides: Strom sparen, Geld sparen und sich trotzdem in angenehm klimatisierten Räumen wohlfühlen. Die Hersteller versprechen Einsparpotenziale von bis zu 30%. Das erscheint ein wenig hoch gegriffen. Realistischer sind Einsparungen im Bereich von 15 %. Bei durchschnittlichen Heizkosten von 1200 € pro Jahr, beträgt die Ersparnis ca. 180 €. Erhältlich sind die Thermostate mittlerweile für ca. 25 € pro Thermostat. Die Investitionskosten für neue elektrische Thermostate hat sich aus diesem Grund bereits nach spätestens 2 Jahren amortisiert.

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